Temmels
Abwechslungsreiches Programm beim ersten Temmelser Umwelttag
(veröffentlicht am 16.10.2017)

Bei bestem Herbstwetter fand am Samstag der erste Temmelser Umwelttag statt. Um 11 Uhr wurden die Teilnehmer im Bürgerhaus begrüßt und konnten sich bereits einen Überblick der zahlreichen angebotenen Informationsmaterialien verschaffen. Im Mannschaftswagen der Freiwilligen Feuerwehr Temmels und in spontan gebildeten Fahrgemeinschaften wurden die Teilnehmer zur ersten Station des Umwelttages an den Rand des Temmelser Waldes gebracht.



Bereits am Startpunkt der Wanderung musste man feststellen, dass auch der Wald als Müllkippe genutzt wird. Jemand hatte Autoteile, ein altes Sofa und ein Radio mitten in der Natur abgestellt. Bürgermeister Herbert Schneider schilderte zwei ähnliche Vorgänge in der Vergangenheit. Dabei war es jedoch gelungen, die Verursacher ausfindig zu machen. Am Ende mussten diese ein Vielfaches der Kosten einer ordnungsgemäßen Entsorgung als Bußgeld zahlen. Daher ist jeder aufgerufen, die Augen offen zu halten, um Umweltverschmutzer überführen zu können.



Die erste Etappe der Wanderung führte quer durch den Wald, um auf den Moselsteig zu gelangen. Der Moselsteig ist ein 365 Kilometer langer Wanderweg, der entlang der Mosel verläuft und von Perl bis nach Koblenz führt. Ein Abschnitt des Wanderwegs verläuft durch den Temmelser Wald und insbesondere durch einen Bereich, in dem Wildtiere im vorhandenen Dickicht Schutz suchen. Durch die starke Nutzung des Moselsteigs vom frühen Morgen bis in den späten Abend ist der Wildbestand starkem Stress ausgesetzt. Die Gemeindevertreter sind sich des Problems bewusst und versuchen eine Lösung zu finden, was aber eine nur langfristig zu meisternde Herausforderung darstellt.



Nachdem der Moselsteig erreicht war, wurde die Wanderung in Richtung Nittel fortgesetzt. Nach einigen Metern musste die L136, die von Temmels nach Fellerich sowie Tawern führt, und durch den Temmelser Wald verläuft, überquert werden. Beim weiteren Weg durch den Wald konnten sich Teilnehmer am bunten Herbstlaub der Bäume erfreuen. Zudem bot die hohe Luftfeuchtigkeit und die sich durch den Nebel kämpfende Sonne beeindruckende Bilder von kleinsten Wassertröpfchen, die in allen Farben schillerten.



An einer Wegeskreuzung im Wald bog die Wandergruppe nun rechts ab und erreichte nach kurzer Zeit den Rand des Temmelser Waldes. Dort bot sich ein imposanter Blick auf das Plateau oberhalb von Temmels auf der anderen Seite des Nassentalbaches. Entlang des Waldrandes ging es nun vorbei an abgeernteten Feldern und Streuobstwiesen. In der Ferne ließ sich gut beobachten, wie die immer weiter aufsteigende Sonne die letzten Nebelschwaden auflösen konnte. Den Endpunkt der Wanderung bildete die L136. Von hier aus wurden die Teilnehmer mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Temmels wieder zurück ins Bürgerhaus gebracht.



Während der Wanderung hatten fleißige Helfer im Bürgerhaus alles für ein leckeres Mittagessen vorbereitet. Es gab Kartoffel- und Erbsensuppe wahlweise mit oder ohne Würstchen. Zusätzlich konnten verschiedene Sorten von in Temmels gebrautem Bier getrunken werden. Als Nachtisch standen diverse Kuchen bereit.



Gut gestärkt konnten die jüngeren Gäste in den Räumen der Jugendgruppe basteln und so spielerisch mehr über den Umweltschutz erfahren. Für die größeren Gäste gab es verschiedene Fachvorträge. Mona Christ und Volker Hartmann von der SGD (Struktur- und Genehmigungsdirektion) Nord gaben einen Überblick über die Schutzgebiete rund um Temmels. Sie zeigten anschaulich, welche seltenen Tiere und Pflanzen in den einzelnen Gebieten vorkommen, so dass nachvollzogen werden konnte, warum ein Schutzgebiet ausgewiesen wurde. So nutzen zum Beispiel die seltenen Fledermausarten Große Hufeisennase und Bechsteinfledermaus Höhlen in den Kalksteinfelsen rund um Wellen zur Überwinterung.



Als Nächste präsentierte Hobby-Imkerin Beatrix Maes aus Temmels viel Wissenswertes um die Bedeutung und die Lebensweise der Bienen. Der überwiegende Anteil von Obstbäumen und Blütenpflanzen wird durch Honigbienen bestäubt. Ohne diese wären die Ernteerträge deutlich geringer. Verschiedene Krankheiten und Umwelteinflüsse haben den Beständen jedoch erheblich zugesetzt, so dass die Imker eine sehr wichtige Aufgabe haben, den Erhalt der Art zu sichern.



Marc Krier aus Grevenmacher hielt einen Vortrag unter dem Titel "Der Mensch als Umweltmesser und das Mikroklima im Moseltal". Er gehört den luxemburgischen Grünen an und ist Mitglied im Schöffenrat der Gemeinde Grevenmacher. Am Ende seines Vortrags rief er die Anwesenden dazu auf, die Aktivitäten zur Verhinderung der Erweiterung des Tanklagers im Merterter Hafen zu unterstützen.



Das war die perfekte Überleitung zum Vortrag von Bürgermeister Herbert Schneider. Er gab einen Überblick über die Erweiterungspläne und die Argumente, die gegen den Ausbau sprechen. Im Kampf gegen den Ausbau hat sich die Ortsgemeinde Temmels mit der Verbandsgemeinde Konz und den luxemburgischen Gemeinden Grevenmacher sowie Mertert-Wassbillig zusammengeschlossen, um so effektiver vorgehen zu können.

Aufgrund der Gefährdung, die schon vom bestehenden Tanklager ausgeht, ist eine Erweiterung nicht verantwortbar. Bei einem Brand in nur einem der großen Öltanks würden fast 200 Quadratkilometer der Region über Stunden bis zu mehreren Tagen mit krebserregendem Ruß und giftigen Abgasen belastet. Dadurch entstünden schwer zu beseitigende Schäden, die die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstören würden. Diese Folgen wurden in der durchgeführten Umweltverträglichkeitsuntersuchung nicht berücksichtigt und die Einwände der Gemeinden einfach übergangen. Zu der gesamten Thematik der Tanklagererweiterung stehen hier eine Menge vertiefender Informationen zur Verfügung.

Mit dem Vortrag zur Tanklagererweiterung war das offizielle Programm beendet. An verschiedenen Ständen konnten sich die Teilnehmer über den Umweltschutz in der Region und die in diesem Bereich tätigen Organisationen informieren. Bei Temmelser Bier und anderen Köstlichkeiten wurde noch bis in den Abend hinein weiter diskutiert.

Im Folgenden finden Sie weitere Fotos vom ersten Temmelser Umwelttag:






















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